Das thüringische Wirtschaftsministerium fordert mehr Windkraft
Die Debatte um den Ausbau der Windenergie in Thüringen setzt sich fort. Grund für die Auseinandersetzung ist der Entwurf eines Regionalplans, der nach dem thüringischen Wirtschaftsministerium zu wenig Fläche für die Nutzung von Windenergieanlagen zur Verfügung stellt. So plant die Regionale Planungsgemeinschaft Südwestthüringen (RPG) nicht wie 1999 vorgesehen 509 Hektar zur Nutzung von Windenergie zur Verfügung zu stellen, sondern nur noch 409 Hektar. Das passt allerdings gar nicht in die Pläne des SPD geführten Wirtschaftsministeriums, das plant den Flächenanteil der Windenergie in Thüringen von 0,23 Prozent zu vervierfachen. Wirtschaftsminister Matthias Machnig will damit die in der schwarz-roten Koalition getroffene Vereinbarung durchsetzen den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung in Thüringen bis 2020 auf 35 Prozent zu verdoppeln.
CDU, FDP und RPG halten allerdings kräftig gegen die Pläne des Wirtschaftsministeriums. Für sie ist klar: Die Windenergie darf nicht um jeden Preis ausgebaut werden. Da die Region zu einem großen Teil aus Wald- und Naturparks besteht, ist eine Nutzung der dortigen Flächen für Windenergie, besonders unter dem Hintergrund einer Verschärfung der Umwelt- und Artenschutzbestimmungen durch die EU, inakzeptabel. Neben der Befürchtung, dass der Tourismus in der Gegend erheblich leiden könnte, bringen die Parteien zudem noch vor, dass in einigen Regionen schlicht zu wenig Wind herrscht, um effizient Windenergie nutzen zu können.
Autor: admin am 6. Sep 2010 04:37, Rubrik: Aktuelle News, Windenergie,
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