Erneuerbare Energie Nachrichten

Wasserknappheit wird zum Problem für Kraftwerke

In Deutschland ist der Atomausstieg bereits beschlossene Sache. Das Unglück von Fukushima war letztendlich der letzte Anstoß, den die Bundesrepublik gebraucht hat, um sich voll und ganz aus der Atompolitik zurück zu ziehen. Wenn das nicht schon Grund genug war, so sind jetzt neue Erkenntnisse veröffentlicht worden, die es möglicherweise schaffen, auch anderen Ländern die Lust auf Atomkraft zu verhageln.

Das Problem ist mal wieder die Klimaerwärmung. Dadurch sind unsere Sommer inzwischen alle paar Jahre so lang anhaltend warm, dass das Kühlwasser in den Kraftwerken knapp wird, das nötig ist, um diese zu betreiben. Besonders die USA und Europa sind betroffen von dem Problem und die vergangenen zehn Jahre haben immer wieder Sommer hervorgebracht, in denen ganz deutlich zu erkennen war, dass die Versorgung der Kraftwerke mit Kühlwasser in den kommenden Jahren immer knapper werden könnte. Es hat bereits Fälle gegeben, in denen Kraftwerke im Sommer heruntergefahren werden mussten, weil Flüsse nicht nur vermehrt austrocknen, aber zudem in den letzten Jahrzehnten um etwa ein Grad wärmer geworden sind.

In Nordamerika werden derzeit zum Kühlen von Kernkraftwerken, aber auch Kohle- und Gaskraftwerken im Jahr 244 Kubikkilometer Wasser eingesetzt, in Europa 121 Kubikkilometer. Das macht diesen Sektor zu den wasserintensivsten überhaupt. Experten sind deshalb der Meinung, man solle Kraftwerke nur noch planen, wenn der Faktor berücksichtigt wird, dass die Wasserknappheit in den kommenden Jahren eher zu- als abnehmen wird.

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