Erneuerbare Energie Nachrichten

Was folgt nach COP21?

Es herrscht weitgehend Einigkeit. Der UN-Klimagipfel von Paris wird als großer Erfolg verbucht, manch einer spricht von einem historischen Meilenstein bei der Bekämpfung des globalen Klimawandels. Doch was folgt auf das Abkommen? Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) fordert, das Deutschland und die Europäische Union die bisherigen Ausbauziele für Erneuerbare Energien anheben. Das sei die Konsequenz aus dem COP21 Zielen. So sieht es zumindest BEE-Geschäftsführer Hermann Falk.

Weltgemeinschaft sendet starkes Signal

Erstmals seit dem Kyoto-Protokoll konnte sich die Weltgemeinschaft wieder auf ein umfassendes Klimaabkommen einigen. Auch wenn das Dokument noch nicht in Kraft getreten ist und relativ wenige verbindliche Passagen enthält, ist es ein deutliches Signal gegen den Klimawandel. Der Bundesverband Erneuerbare Energien, insbesondere Geschäftsführer Dr. Hermann Falk, drängt nun auf eine Anhebung der europäischen und deutschen Ausbauziele für Erneuerbare Energien. „Auch aus Brüssel sind für alle EU-Staaten deutlich ambitioniertere und verbindliche Ausbauziele erforderlich, wenn wir den Pariser Vertrag für Klimaschutz ernstnehmen.“, so Falk in einem Interview auf dem Online-Portal Recknagel Online.

Ökonomische Chancen für Deutschland

Insbesondere die Bundesrepublik kann ihre Rolle als führende Technologienation im Bereich der Regenerativenergie weiter stärken. Werden die Zielvorgaben von COP21, zum Beispiel das 1,5 Grad Ziel, wirklich ernstgenommen, so ist ein weltweiter Nachfrageboom nach erneuerbarer und effizienter Technologie zu erwarten. Deutschland gilt immer noch als Vorzeigeland der Energiewende und kann daher sowohl Technologie exportieren als auch Know-how. In jeden Fall profitiert die deutsche Wirtschaft von einer derartigen Entwicklung, falls die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt und genutzt werden. Falk weist auch darauf hin, dass der Wärmesektor und der Verkehrsbereich noch ein erhebliches Verbesserungspotential aufweisen. „Noch immer gibt es zu viele gesetzliche Barrieren für Erneuerbare Energien. Zu viele Förderprogramme laufen nicht synchron und widersprechen der von der Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit gewollten Energiewende. So ist es ein Skandal, dass die staatliche KfW noch immer Ölheizungen fördert und damit den Klimaschutzzielen entgegenarbeitet.“ so der BEE-Geschäftsführer. Tatsächlich ist es der Stromsektor, der in Sachen Energiewende momentan am weitesten ist. Durch die Vorgaben von COP21 ist es nun an der Zeit das auch andere Bereiche der Wirtschaft stärker fokussiert werden. Die Energiewirtschaft, beziehungsweise die Stromerzeugung, ist nicht die einzige Branche mit hohen Treibhausgasemissionen.

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Autor: Daniel Reissmann am 21. Dez 2015 16:01, Rubrik: Aktuelle News, Umwelt,
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