Erneuerbare Energie Nachrichten

Die Gefährdung unseres Trinkwassers

Worauf kommt es bei gutem Trinkwasser an?

Sauberes Trinkwasser wird in Filteranlagen gründlich gereinigt bevor es in die Zuleitungen gepumpt wird. Von dort aus tritt es einen langen Weg an auf dem die Qualität nicht weiter kontrolliert wird. Bislang werden Prüfungen nur in den Pumpspeicherwerken durchgeführt. Hierfür wurde eine Liste von mehreren hundert Schadstoffen erstellt, die unser Trinkwasser nicht enthalten darf. Zum Vergleich, Mineralwasser wird nur auf ungefähr 40 bis 50 Schadstoffe überprüft. Demnach sollte unser Leitungswasser um ein Vielfaches gesünder sein als das gekaufte Mineralwasser. Dem ist aber leider nicht so. Wir werden sehen, dass Wasserfilter eine gute Methode zur Beseitigung von Schadstoffen darstellt.

Wie wird das Trinkwasser verschmutzt?

Wenn das Trinkwasser das Pumpspeicherwerk verlässt ist es absolut genießbar, doch auf dem Weg zu uns wird es durch zahlreiche Dinge mit Schadstoffen belastet. Oftmals sind es defekte Rohrleitungen die dazu führen, dass in unser Leitungswasser viel Schmutz eindringen kann. Rostende Rohre geben mit der Zeit Eisen an das Wasser ab bis Leckagen entstehen. In den meisten Fällen führen diese nur zu einem geringen Druckverlust und werden deshalb nicht bemerkt. Die tatsächliche Gefährdung geschieht durch das Eintreten von Erden, Mikroorganismen, Bakterien usw. Seit Jahren ist schon bekannt, dass unser Grundwasser immer stärker belastet wird. Dies geschieht vor allem dann, wenn unser verschmutztes Leitungswasser nach dem Kochen, Duschen, Baden etc. in den Abfluss gespült wird. Ein anderer Fakt ist, dass zum Beispiel in den tiefsten Regionen des Harzes immer noch Rohrleitungen aus Holz bestehen. Holz eignet sich durch seine raue Oberfläche ideal zum Transport von Schadstoffen und bei regelmäßigem Kontakt mit Wasser beginnt es zu faulen. Holzleitungen sind demnach leicht zu beschädigen und spülen Erde, Keime und Rückstände aus den Industrien in unser Trinkwasser.

Ein aktuelles Beispiel: Uran im Trinkwasser

Der Fernsehsender NDR hat vor kurzem darüber berichtet, dass sich immer mehr Uran in unserem Trinkwasser befindet. Jeder kennt die Folgen wenn man zu lange dem radioaktiven Material ausgesetzt ist. Die Strahlung führt zu gefährlichen Mutationen im Körper die Krebs und andere schwerwiegende Krankheiten auslösen. Zudem ist das Schwermetall Uran in gelöster Form schwer toxisch. Doch das ist bei weitem nicht der erste Vorfall der mit unserem Trinkwasser zu tun hat. Erst war es Nitrat, später Blei und heute sind es eben Uran und andere Schwermetalle.

Was an der Kontrolle alles vorbei geht

Während die Verordnungen für die bereits als gefährlich eingestuften Schadstoffe immer wieder verstärkt wurden, sind mit der Zeit neue Rückstände im Trinkwasser aufgetaucht, die bislang gar nicht berücksichtigt wurden. Ein großes Beispiel sind Medikamente. Viele Menschen sind durch Krankheiten und chronische Leiden gezwungen Medikamente einzunehmen. Einiges davon landet auch im Abfluss und gelangt dann durch beschädigte Rohre in unser Grundwasser. In den Aufbereitungsanlagen wird aber (noch) nicht gezielt nach Rückständen der Medikamente gesucht, es sind schlichtweg einfach zu viele. Die Unfruchtbarkeitsrate hat in den letzten Jahren in Deutschland drastisch zugenommen, weil Restbestandteile der Anti-Baby-Pille in das Grund- und damit auch Trinkwasser gelangt sind. Durch regelmäßigen gebrauch unseres „sauberen“ Trinkwassers sind viele Frauen und Männer mit den Hormonpräparaten in Berührung gekommen und unfruchtbar geworden. Die Liste der im Moment noch nicht überprüften Schadstoffe konnte noch lange fortgesetzt werden, aber…

… wie kann man sich nun vor den Schadstoffen schützen?

Auch wenn es einzelne Personen nicht verschuldet haben, dass unser Trinkwasser derart verschmutzt wurde, so können nur sie selbst sich davor schützen. Es gibt sehr ausgereifte Wasserfiltersysteme die auch für den Hausgebrauch entwickelt wurden. Diese bestehen aus einem Kohlestofffilter für die großen festbestandteile wie Blei, Uran, Nitrat usw. Bakterien, Keime und Viren werden danach durch eine UV-Lampe zerstört, bevor das eigentliche Trinkwasser aus dem Hahn fließt. Diese Wasserfilter kosten um die 1.000 Euro und entfernen 99,9% aller Schadstoffe, aber sie sind es alle Mal wert, dass wir wirklich sauberes Trinkwasser erhalten. Denn unsere Gesundheit sollte an oberster Stelle stehen, damit wir den täglichen Belastungen weiterhin gewachsen sind.

Tags: , ,

Autor: admin am 28. Apr 2011 18:56, Rubrik: Umwelt,
Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL


2 Reaktionen zu “Die Gefährdung unseres Trinkwassers”

  1. Jomei schreibt

    Interessanter Artikel, aber ob ich mit einem Filter Radioaktivität man eben so herausfiltern kann, ich weiß ja nicht.

    Holzwasserleitungen ist auch lustig. Gibts das wirklich noch?

  2. Zisterne Gabi schreibt

    Schließe mich an, interessanter Artikel. Wenn es um Wasser geht lese ich immer sehr gerne mit! Viele Grüße

Einen Kommentar schreiben

du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.

Copyright © 2009, Erneuerbare Energie Nachrichten, | business pro theme by ep
51 queries, 0,284s | Beiträge (RSS) & Kommentare (RSS)

Get Adobe Flash player