Im Schatten der Ölkatatstophe im Golf von Mexiko geschah nur wenige Wochen nach der Explosion auf der Deepwater Horizon ein weiteres, nicht minder folgenschweres Unglück auf der anderen Seite des Globus:
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Seit die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ mit bis heute rund 6,5 Millionen Barrel Rohöl die schwerste Ölpest durch eine Einzelhavarie verursacht hat und damit das gesamte Ökosystem im Golf von Mexiko langfristig zu verseuchen droht, wird deutlich, dass das Problem der Unsicherheit in der Ölförderung und dem Transport von fossilen Brennstoffen noch lange nicht gelöst ist.
So wurde heute vermeldet, dass ein Schleppkahn vor der Küste Louisianas in der Nacht eine Bohrplattform gerammt hat, was wiederum zum Austritt von Öl und Gas zur Folge hatte – allerdings längst nicht in dem Ausmaß der Deepwater Horizon. Der Kapitän des Schleppkahns gab an, die Plattform wäre nicht beleuchet gewesen; Ralph Sina, ARD-Korrespondent in Washington, berichtet indes, dass in der Firma der ehemaligen Betreibergesellschaft im texanischen Houston niemand das Telefon beantwortet.
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Als im April die Bohrplattform Deepwater Horizon des Betreibers Transocean in Brand geriet, explodierte und sank, war selbst den Managern des verantwortlichen Ölkonzerns BP schnell klar, dass sich das Szenario wahrscheinlich zur schwersten Umweltkatastrophe in der Geschichte der Ölförderung und seit der Havarie der Exxon Valdez 1989 auswachsen würde.
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US Präsident Barack Obama erhöht den Druck auf den Ölkonzern BP deutlich. Nachdem die Streitigkeiten mit Großbritannien beigelegt wurden, kann sich Obama jetzt wieder ganz auf seine nächsten Schritte im Kampf gegen die Ölpest konzentrieren. Der britische Premierminister David Cameron hatte sich zuvor schützend vor den britischen Konzern BP gestellt, weil Obama diesen in seinen Reden und Interviews hart attackiert hatte.
Die bisherigen Maßnahmen BPs gehen dem Präsidenten nicht weit genug, noch immer gelangt täglich zu viel Öl ins Meer und verschlimmert die Katastrophe. Aktuell kann BP täglich etwa 2100 Tonnen Öl abfangen. Neue offizielle Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass jeden Tag mehr als 5400 Tonnen Öl in den Golf von Mexiko gelangen. Als Reaktion auf diese niedrige Abfangrate zitierte Obama wichtige Vertreter BPs in das Weiße Haus, um am Mittwoch das weitere Vorgehen zu besprechen. Zusätzlich setzte er BP eine 48 Stunden Frist, um die Menge des aufgefangenen Öls zu steigern. In einem Schreiben heißt es: „BP muss binnen 48 Stunden Maßnahmen vorstellen, mit denen zusätzliches Öl abgefangen werden kann“.
Auf den, für die größte Umweltkatastrophe in der amerikanischen Geschichte verantwortlichen, Konzern BP können jetzt Strafen von bis zu 40 Milliarden Dollar zukommen.
Nach einer schier endlos erscheinenden Reihe von Fehlversuchen und Niederschlägen ist dem Ölkonzern BP jetzt offensichtlich endlich ein wichtiger Erfolg im Hinblick auf die Eindämmung der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gelungen.
Nachdem dort die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ Ende April gesunken war, treten aus einem Bohrloch in rund 1600 Metern Tiefe täglich mehrere Millionen Liter Öl aus und verschmutzen das Meer und mittlerweile auch die Küsten der Golfregion. Alle Versuche seitens BP das Bohrloch zu schließen und das Ausmaß der Katastrophe einzudämmen scheiterten bisher.
Mit einer Absaugglocke, die am Wochenende über dem Bohrloch platziert werden konnte, scheinen nun jedoch zumindest Teile des ausströmenden Öls aufgefangen und auf Schiffe an die Oberfläche transportiert werden zu können. Bis zu 1,7 Millionen Liter Öl sollen so täglich schon aufgefangen werden. BP ist bemüht diese Menge kontinuierlich noch weiter zu steigern. Durch 2 Ersatzbohrungen, die den Druck von dem lecken Bohrloch nehmen sollen, soll die Ausbreitung des Öls dann endgültig gestoppt werden. Dies wird jedoch frühestens im August der Fall sein, sodass bis dahin noch viele weitere Millionen Liter Rohöl ins Meer gelangen werden, die das Ökosystem über viele Jahre hinweg schädigen werden.
Bislang belaufen sich die Kosten, die für BP durch das Unglück entstanden sind, auf rund 1,25 Milliarden Dollar. Die US-Regierung überlegt zudem den BP-Konzern mit einer hohen Strafe zu belegen.
Die Ölpest im Golf von Mexiko entwickelt sich zu einer der schlimmsten Umweltkatastrophen in der US-Geschichte. Seitdem die Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko nach einer Explosion gesunken ist, strömen täglich mehrere hunderttausend Liter Öl ins Meer. Schätzungen gehen von 68 Millionen bis 151 Millionen Liter Öl aus, die bisher ins Meer gelangen konnten. Der Ölkonzern BP – Betreiber der Ölplattform – schätzt die durch die Katastrophe entstanden Schäden bislang auf 930 Millionen Dollar.
Nachdem alle Versuche das offene Bohrloch zu schließen bislang fehlgeschlagen waren, scheiterte jetzt auch die sogenannte Top-Kill Methode. Ziel war es das Loch mit Gummiresten, Faserabfällen und Spezialschlamm abzudichten. Die Erfolgschancen der Methode wurden zuvor von BP-Chef Tony Hayward auf 60 bis 70 Prozent geschätzt. Den ganzen Beitrag lesen »