Derzeit gibt es widersprüchliche Angaben darüber, welche Pläne Bundeskanzlerin Angela Merkel bezüglich des Atomausstiegs hat. Das Handelsblatt berichtete in seiner heutigen Ausgabe, dass sich Angela Merkel mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) darauf geeinigt hätte, einen bestimmten Termin zu nennen, bis zu welchem der Atomausstieg vollzogen sein soll.
Neueste Meldungen aus dem Kanzleramt widersprechen jedoch dieser Angabe. So sagte Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans heute: „Es ist bislang keine Entscheidung getroffen worden.“ Die Frage des Atomausstiegs scheint also weiterhin ungelöst zu sein. Der Regierung stehen dabei mehrere Möglichkeiten zur Auswahl, die gerade geprüft werden. Neben der Festlegung eines bestimmten Ausstiegstermins ist beispielsweise das bisherige System der Reststrommengen in der Diskussion. Aber auch eine Kombination aus diesen beiden Verfahren ist möglich. So könnten einige Meiler nach einem bestimmten Termin vom Netz genommen werden, während für andere das variablere Verfahren der Reststrommengen gelten könnte. Den ganzen Beitrag lesen »
In einem in der Montagsausgabe des „Handelsblatts“ veröffentlichen Interview fordert Eon Chef Teyssen eine einheitliche EU Energiepolitik. Nationalen Alleingängen steht der Manager sehr skeptisch gegenüber: „Die Energiepolitik muss mit einer Feder geschrieben sein, nationalstaatliche Egoismen haben darin nichts mehr zu suchen.“ Die aktuell in Deutschland diskutierte EU Harmonisierung der Förderung von Ökostrom befürwortet Teyssen. Das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) sei durch diese Pläne vorerst nicht gefährdet. Besonders für eine Stärkung und Vereinheitlichung des Emissionshandels innerhalb der EU sprach sich der Eon Chef aus. Den ganzen Beitrag lesen »
Nach wie vor ist eine gemeinsame Linie in der Regierung was die zukünftige Energiepolitik betrifft nicht in Sicht. Neuer Streitpunkt, neben der geplanten Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und der Einführung der Brennelementesteuer, ist nun ein möglicher Zusatzbeitrag für die vier großen Energieriesen RWE, EnBW, Vattenfall und E.on, der ausschließlich für die erneuerbaren Energien verwendet werden soll. Den ganzen Beitrag lesen »
Kanzlerin Angela Merkel fordert einen zusätzlichen Beitrag der Atomindustrie für den Ausbau der regenerativen Energien Im Streit um die Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke bleibt Angela Merkel weiter hart und bekräftigt ihren Standpunkt. Den ganzen Beitrag lesen »
Bundesumweltminister Norbert Röttgen ist in den letzten Monaten wohl die umstrittenste Figur in der Bundesregierung. In seiner Funktion als Umweltminister stellte er sich immer wieder gegen zu lange Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke und machte sich für gesteigerte Investitionen in regenerative Energien stark, was ihn des Öfteren in die Kritik diverser Parteifreunde brachte. Den ganzen Beitrag lesen »
Seit gestern befindet sich Bundeskanzlerin Angela Merkel auf „Energiereise“. Ziel der 4-tägigen Reise ist es sich ein Bild von dem derzeitigen Stand der verschiedenen Energieträger in Deutschland zu machen, sowie Möglichkeiten der Effizienzverbesserungen zu diskutieren. Den ganzen Beitrag lesen »

SolarWorld AG, Standort: Freiberg in Sachsen
Am Montag hat das Photovoltaik-Unternehmen SolarWorld im sächsischen Freiberg seine neue Produktionsanlage in Betrieb genommen. In der Fabrik sollen sogenannte Solarwafer hergestellt werden, welche als Grundstoffe für die Herstellung von Solarmodulen benötigt werden. Insgesamt investierte SolarWorld etwa 350 Million Euro in den Bau der Anlage und schafft in Freiberg damit zusätzliche 500 Arbeitsplätze. Bisher beschäftigt das Unternehmen 1700 Angestellte. Mit der Investition in den sächsischen Standort setzte das Unternehmen zugleich ein Zeichen gegen die immer häufigere Auslagerung von Fertigungsstandorten ins Ausland. Der Vorstandsvorsitzende Frank H. Asbeck sagte in diesem Zusammenhang: „Freiberg als Herzstück unserer weltweiten Produktion bauen wir weiter aus und setzen damit ein Zeichen gegen den Trend der Branche, Produktionskapazitäten in das Ausland zu verlagern“. Den ganzen Beitrag lesen »
Der Streit um die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke innerhalb der Union scheint kein Ende zu nehmen. Nach dem Wahldebakel bei der NRW-Wahl liegen die Nerven in der CDU/CSU blank. Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus forderte Bundesumweltminister Norbert Röttgen jetzt sogar mehr oder weniger direkt zum Rücktritt auf. In Stuttgart sagte er: „Ich bin nicht mehr bereit, die Eskapaden des Bundesumweltministers zu akzeptieren“ und ergänzte wenig später: „Politik ist ein Mannschaftsspiel, und wer Individualsport bevorzugt, der muss sich ein anderes Tätigkeitsfeld suchen.“
Grund für die zornigen Worte des Ministerpräsidenten und für die Aufforderung an Kanzlerin Angela Merkel Röttgen zurückzupfeifen ist die klare Position, die der Umweltminister in der Atomfrage bezogen hat. So äußert er offenen Protest an den Plänen der Regierung die Laufzeiten der Atomkraftwerke auf bis zu 28 Jahre zu verlängern. Den ganzen Beitrag lesen »
Die Regierung streitet sich über geplanten Stopp eines Ökoförderprogramms – Umweltminister Röttgen ist über die Pläne Schäubles sichtlich empört
In der Bundesregierung ist ein offener Streit über die Einstellung eines Ökoförderprogramms entbrannt. Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) plant 115 Millionen Euro, die als Anreizprogramm für die Nutzung von erneuerbaren Energien in der Wärme dienen sollten, zu sperren. Die Förderung sollte dafür sorgen, dass alte Heizungen langsam durch energiesparende und umweltschonende Heizmethoden wie Biomasseheizungen, Wärmespeicher und Solarkollektoren ersetzt werden.
Nach einer Verlautbarung des Umweltministeriums haben das Programm sowohl Kommunen, Privatpersonen als auch kleine bis mittelgroße Unternehmen genutzt. Bis 2020 sollte so der Anteil der regenerativen Energien von 8 auf 14 Prozent erhöht werden. Den ganzen Beitrag lesen »
45 Kilometer von der Insel Borkum entfernt, weihte Bundesumweltminister Norbert Röttgen heute Deutschlands ersten Offshore Windpark ein. Der Offshore Windpark mit dem Namen Alpha Ventus ist nicht nur das erste derartige Kraftwerk Deutschlands, sondern auch der leistungsstärkste Hochsee Windpark der Welt. 12 riesige, insgesamt 150 Meter hohe und circa 1000 Tonnen schwere, Windturbinen ragen nun vor Borkum aus dem Meer.
Insgesamt soll das Kraftwerk jährlich um die 220 Gigawattstunden Strom liefern, genug um etwa 50.000 Haushalte zu versorgen. 250 Millionen Euro hat das von der Bundesregierung mitfinanzierte Projekt bis zu seiner Fertigstellung verschlungen. Ursprünglich wurde von den beteiligten Energiekonzernen E.on, Vattenfall und EWE mit Baukosten von etwa 180 Millionen Euro gerechnet. Um die unerwarteten Mehrkosten zu kompensieren und das Pionierprojekt zu sichern, erhöhte die Bundesregierung die Einspeisevergütung für Strom aus Offshoreanlagen von 9 auf 15 Cent. Den ganzen Beitrag lesen »