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Seit die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ mit bis heute rund 6,5 Millionen Barrel Rohöl die schwerste Ölpest durch eine Einzelhavarie verursacht hat und damit das gesamte Ökosystem im Golf von Mexiko langfristig zu verseuchen droht, wird deutlich, dass das Problem der Unsicherheit in der Ölförderung und dem Transport von fossilen Brennstoffen noch lange nicht gelöst ist.
So wurde heute vermeldet, dass ein Schleppkahn vor der Küste Louisianas in der Nacht eine Bohrplattform gerammt hat, was wiederum zum Austritt von Öl und Gas zur Folge hatte – allerdings längst nicht in dem Ausmaß der Deepwater Horizon. Der Kapitän des Schleppkahns gab an, die Plattform wäre nicht beleuchet gewesen; Ralph Sina, ARD-Korrespondent in Washington, berichtet indes, dass in der Firma der ehemaligen Betreibergesellschaft im texanischen Houston niemand das Telefon beantwortet.
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Knapp 9 Wochen nach der Explosion auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ des britischen Ölkonzerns BP, dringt das aus dem lecken Bohrloch austretende Öl immer weiter vor. Jetzt hat es offensichtlich bereits die Küsten des US-Bundesstaates Mississippi erreicht. Der Kampf gegen das sich ausbreitende Öl nimmt so immer größere Ausmaße an und verschlingt mittlerweile täglich über 100 Millionen US-Dollar. Insgesamt hat BP bisher 2,65 Milliarden US-Dollar für die Säuberung der Strände und Schadensersatzzahlungen ausgegeben.
Zumindest eine gute Nachricht lässt sich vom Golf von Mexiko jedoch vermelden. Die Befürchtung, dass der Tropensturm „Alex“ die Arbeiten zur Eindämmung der Ölpest behindern oder sogar ganz zum Erliegen kommen lassen könnte, scheint sich nicht zu bestätigen. Dieser zog in sicherem Abstand zum betroffenen Gebiet über das Meer nach Mexiko. Dass der Sturm kurzfristig noch die Richtung ändert, kann allerdings nicht ganz ausgeschlossen werden. Den ganzen Beitrag lesen »
Nach dem herben Rückschlag im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko, gibt es jetzt wieder Positives zu vermelden. Der Ölauffangtrichter an dem lecken Bohrloch, der nach einem Zusammenstoß mit einem Unterwasserroboter über mehrere Stunden entfernt werden musste, konnte wieder erfolgreich installiert werden. Über einige Stunden hinweg konnte das Öl jedoch wieder ungehindert in den Golf von Mexiko fließen.
Pro Tag fängt der Trichter rund 25.000 Barrel Öl (etwa 4 Millionen Liter) ab, die dann in Frachter an der Meeresoberfläche gepumpt werden. Dennoch fließt der größte Teil des austretenden Öls weiterhin ins Meer. Durch die immensen Ölmengen, die frei ins Meer gelangen können, steht nicht nur die Existenz von Fischern und von der Tourismusbranche auf dem Spiel, sondern auch das empfindliche Ökosystem rund um den Golf von Mexiko wird nachhaltig geschädigt. Schon jetzt sorgt das, nach dem Sinken der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ des britischen Konzerns BP, entstandene Leck für die größte Umweltkatastrophe in der US-Geschichte. Bis das Leck endgültig gestopft werden kann werden noch Monate vergehen und viele weitere Millionen Liter Öl ins Meer fließen. Den ganzen Beitrag lesen »
Während die Schätzungen des austretenden Öls aus dem Bohrloch im Golf von Mexiko ständig nach oben korrigiert werden, wappnet sich BP für Folgekosten der größten Umweltkatastrophe der US-Geschichte von bis zu 50 Milliarden Dollar.
In einem Dokument des Ölkonzerns BP, dessen Bohrinsel „Deepwater Horizon“ vor 2 Monaten im Golf von Mexiko gesunken ist, heißt es sogar, dass im schlimmsten Fall mit einer austretenden Ölmenge von täglich 100.000 Barrel (15,9 Millionen Liter) gerechnet werden müsste. Seit dem Unglück könnten so bereits bis zu einer Milliarde Liter Öl ins Meer gelangt sein. BP betonte jedoch, dass diese Schätzung lediglich im Falle eines Fehlens des Absperr-Ventils am Bohrloch Relevanz hätte, was jedoch nicht der Fall sei. Den ganzen Beitrag lesen »
Erstmals sprach US-Präsident Obama direkt aus dem Oval Office, dem Büro des Präsidenten im Weißen Haus und dem Zentrum der Macht, zum amerikanischen Volk. Eine symbolträchtige Umgebung, die zum einen die ernste Krise, in die die USA durch die Explosion der Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ vor 8 Wochen im Golf von Mexiko gestürzt worden ist, verdeutlichen soll. Bereits andere Präsidenten wählten das Oval Office, wenn sie über ernst zu nehmende Katastrophen und Ausnahmesituationen sprachen. Zum anderen versucht sich Obama durch diese gekonnte Selbstinszenierung als ein Präsident darzustellen, der sich der Situation voll und ganz im Klaren ist und der die Lage unter Kontrolle hat. So will er sicherlich die in den letzten Wochen lautgewordenen Vorwürfe, dass er die Lage nicht ernst genug nehmen und ein überaus schlechtes Krisenmanagement zeigen würde, entkräften.
Im ersten Teil seiner Rede prangerte Obama – wie schon verstärkt in den Wochen zuvor – besonders BP an und unterstrich deren Schuld an der Katastrophe. Er zeigte sich allgemein kämpferisch und sprach etwa davon „die Schlacht gegen das Öl zu gewinnen, das unsere Küsten und unsere Bürger angreift.“ BP soll unterdessen einen Hilfsfond von 20 Milliarden Euro einrichten, um damit die Anwohner in den betreffenden Gebieten zu entschädigen.
Im zweiten Teil seiner Rede wich Obama von der aktuellen Ölkrise ab und nutzte die Situation, um über die amerikanische Energiepolitik zu sprechen. Er wies darauf hin, dass das Öl die USA schon viel zu lange im Würgegriff hat und meinte, „dass die Zeit, eine saubere Energiezukunft anzugehen, jetzt ist“. Genauere Angabe wie diese Wende in der Energiepolitik erreicht werden kann, machte er jedoch nicht. Sicher ist schon jetzt, dass das Verhalten des US-Präsidenten in den nächsten Wochen entscheidend für den Ausgang der nächsten Wahlen sein wird.
US Präsident Barack Obama erhöht den Druck auf den Ölkonzern BP deutlich. Nachdem die Streitigkeiten mit Großbritannien beigelegt wurden, kann sich Obama jetzt wieder ganz auf seine nächsten Schritte im Kampf gegen die Ölpest konzentrieren. Der britische Premierminister David Cameron hatte sich zuvor schützend vor den britischen Konzern BP gestellt, weil Obama diesen in seinen Reden und Interviews hart attackiert hatte.
Die bisherigen Maßnahmen BPs gehen dem Präsidenten nicht weit genug, noch immer gelangt täglich zu viel Öl ins Meer und verschlimmert die Katastrophe. Aktuell kann BP täglich etwa 2100 Tonnen Öl abfangen. Neue offizielle Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass jeden Tag mehr als 5400 Tonnen Öl in den Golf von Mexiko gelangen. Als Reaktion auf diese niedrige Abfangrate zitierte Obama wichtige Vertreter BPs in das Weiße Haus, um am Mittwoch das weitere Vorgehen zu besprechen. Zusätzlich setzte er BP eine 48 Stunden Frist, um die Menge des aufgefangenen Öls zu steigern. In einem Schreiben heißt es: „BP muss binnen 48 Stunden Maßnahmen vorstellen, mit denen zusätzliches Öl abgefangen werden kann“.
Auf den, für die größte Umweltkatastrophe in der amerikanischen Geschichte verantwortlichen, Konzern BP können jetzt Strafen von bis zu 40 Milliarden Dollar zukommen.
Neben dem eigentlichen Kampf um die Ölpest scheint BP noch eine weitere Schlacht zu schlagen. So kaufte der Ölkonzern bei Google, Yahoo und Bing kürzlich Suchanfragen auf Wörter wie „Ölpest“, „BP“ und weitere Kombinationen dieser mit „Leck“ oder „Golf-Desaster“. BP scheut also offenbar keine Kosten, um sein durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ramponiertes Image aufzupolieren. Einem Bericht des amerikanischen Fernsehsenders ABC-News zu Folge soll sich BP die Imagekampagne etwa 10.000 Dollar täglich kosten lassen.
BP war nach dem Sinken der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ ins Licht der Öffentlichkeit gerückt und wird nun unmittelbar mit der größten Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA in Verbindung gebracht. Die Tatsache, dass es BP auch Wochen nach dem schweren Unglück im Golf von Mexiko nicht gelungen ist das lecke Bohrloch, aus dem täglich mehrere Millionen Liter Öl ins Meer gelangen, zu schließen, schadet dem Image des Konzerns noch zusätzlich. Ein derart schlechtes Ansehen in der Öffentlichkeit kann leicht ein Todesurteil für BP bedeuten. Verständlich also, dass der Konzern sein Möglichstes unternimmt, um in der Öffentlichkeit etwas besser dazustehen. Den ganzen Beitrag lesen »
In einem Interview ließ US-Präsident Barack Obama seinem Zorn über den Bohrinsel Betreiber BP freien Lauf. Nach eigenen Aussagen hätte er BP Chef Tony Hayward schon längst gefeuert. Zudem wolle er endlich wissen, wem er für größte Umweltkatastrophe in der US-Geschichte „in den Arsch“ treten kann.
Nachdem vor über 50 Tagen die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ nach einer Explosion gesunken ist, gelangen durch ein leckes Bohrloch täglich mehrere Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko. Es ist BP vor einigen Tagen zwar gelungen eine Absaugglocke über dem Bohrloch zu installieren, allerdings kann damit bisher nicht mehr als die Hälfte des austretenden Öls abgefangen werden. Das Austreten des Öls vollständig zu stoppen erscheint erst in einigen Monaten realistisch und ist keinesfalls sicher. Derweil nimmt das Ausmaß der Katastrophe immer weiter zu. Tiere verenden im Ölteppich, die Verschmutzung der Küsten nimmt zu, vielen Fischern wird die Existenz geraubt, die Schäden gehen in die Milliarden. Den ganzen Beitrag lesen »
Nach einer schier endlos erscheinenden Reihe von Fehlversuchen und Niederschlägen ist dem Ölkonzern BP jetzt offensichtlich endlich ein wichtiger Erfolg im Hinblick auf die Eindämmung der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gelungen.
Nachdem dort die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ Ende April gesunken war, treten aus einem Bohrloch in rund 1600 Metern Tiefe täglich mehrere Millionen Liter Öl aus und verschmutzen das Meer und mittlerweile auch die Küsten der Golfregion. Alle Versuche seitens BP das Bohrloch zu schließen und das Ausmaß der Katastrophe einzudämmen scheiterten bisher.
Mit einer Absaugglocke, die am Wochenende über dem Bohrloch platziert werden konnte, scheinen nun jedoch zumindest Teile des ausströmenden Öls aufgefangen und auf Schiffe an die Oberfläche transportiert werden zu können. Bis zu 1,7 Millionen Liter Öl sollen so täglich schon aufgefangen werden. BP ist bemüht diese Menge kontinuierlich noch weiter zu steigern. Durch 2 Ersatzbohrungen, die den Druck von dem lecken Bohrloch nehmen sollen, soll die Ausbreitung des Öls dann endgültig gestoppt werden. Dies wird jedoch frühestens im August der Fall sein, sodass bis dahin noch viele weitere Millionen Liter Rohöl ins Meer gelangen werden, die das Ökosystem über viele Jahre hinweg schädigen werden.
Bislang belaufen sich die Kosten, die für BP durch das Unglück entstanden sind, auf rund 1,25 Milliarden Dollar. Die US-Regierung überlegt zudem den BP-Konzern mit einer hohen Strafe zu belegen.
Die Ölpest im Golf von Mexiko entwickelt sich zu einer der schlimmsten Umweltkatastrophen in der US-Geschichte. Seitdem die Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko nach einer Explosion gesunken ist, strömen täglich mehrere hunderttausend Liter Öl ins Meer. Schätzungen gehen von 68 Millionen bis 151 Millionen Liter Öl aus, die bisher ins Meer gelangen konnten. Der Ölkonzern BP – Betreiber der Ölplattform – schätzt die durch die Katastrophe entstanden Schäden bislang auf 930 Millionen Dollar.
Nachdem alle Versuche das offene Bohrloch zu schließen bislang fehlgeschlagen waren, scheiterte jetzt auch die sogenannte Top-Kill Methode. Ziel war es das Loch mit Gummiresten, Faserabfällen und Spezialschlamm abzudichten. Die Erfolgschancen der Methode wurden zuvor von BP-Chef Tony Hayward auf 60 bis 70 Prozent geschätzt. Den ganzen Beitrag lesen »