Erneuerbare Energie Nachrichten

Stimmungswechsel bei RWE

Der alte geht und der neue kommt. In der vergangenen Woche gab es bei einem der größten deutschen Energiekonzerne einen Wechsel in der Chefetage. Die Rede ist von RWE, wo nun der neue Chef Peter Terium den alten, Jürgen Großmann, ablöst. Und die beiden scheinen nicht verschiedener sein zu können. Während Großmann als Befürworter der Atomkraft bekannt war, und damit auch den Weg des Unternehmens lange Zeit zu bestimmen schien, hat sich Terium gegen den Bau neuer Atomkraftwerke ausgesprochen und möchte in Zukunft das Augenmerk der Firma besonders auf die erneuerbaren Energien legen.

Terium hat mit dieser Einstellung den Zahn der Zeit sehr viel besser getroffen als Großmann. Die Energiewende in Deutschland ist eines der innenpolitischen Topthemen und seit der Ausstieg aus der Atomkraft feststeht, wird sich hierzulande darum bemüht, den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Davon möchte auch RWE in Zukunft ein Teil sein, denn in der Vergangenheit war das Unternehmen, neben vielen anderen großen, deutschen Energiekonzernen, dafür bekannt gewesen, dieses Thema abzutun und dafür auf eine herkömmliche Energieversorgung zu setzen.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, dass RWE nach der Atomwende auch im Ausland keine Atomkraftwerke mehr bauen lassen will. Bereits im März hatte sich das Unternehmen, gemeinsam mit Eon, aus den Plänen zurückgezogen, in Großbritannien fünf neue Kraftwerke zu errichten. Das Gemeinschaftsunternehmen Horizon Nuclear Power, das speziell zu diesem Zweck gegründet worden war, steht nun zum Verkauf. Investitionen sollen in den nächsten Jahren zunächst einmal in die Erneuerbaren gesteckt werden, so Terium. Diese haben in jedem Fall Vorrang.

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