Landesdächer sollen für private Solaranlagen genutzt werden
Der Ausbau der regenerativen Energien ist in vielen Ländern beschlossene Sache. Leider fehlt nur zu oft das nötige Geld, um die Förderung der erneuerbaren Energien auch wirklich voranzutreiben. Ein neues Konzept kommt jetzt von dem thüringischen Bauminister Christian Carius (CDU). Dieser schlägt vor Dächer von Landesbehörden an Privatpersonen oder Firmen zu verpachten, welche dort dann Solaranlagen installieren dürfen. Das Ganze kostet das Land keinen Cent und dennoch wird eine erhebliche Anzahl neuer Nutzflächen für Photovoltaikanlagen geschaffen. Bei den oft fast chronisch leeren Länderkassen eine echte Alternative.
Ein Pilotprojekt läuft bereits in einem Schulgebäude in Jena. Dort wurden Ende Februar 2010 1250 Quadratmeter Dachfläche verpachtet und im Anschluss insgesamt 340 Photovoltaikmodule installiert. Eine weitere Solaranlage wurde auf dem Dach eines Internatsgebäudes errichtet. Zusammen liefern die beiden Anlagen jährlich rund 100.000 Kilowattstunden klimafreundlich produzierten Strom. Dies reicht um etwa 15 Prozent des jährlichen Energiebedarfs des Sportgymnasiums in Jena zu decken. 70 Tonnen klimaschädigendes Kohlendioxid können so jedes Jahr eingespart werden. Künftig sollen weitere Landesdächer an Privatleute vermietet werden, um so die Solaranlagen im Land weiter auszubauen. Das sei unter anderem bei dem Internat des Oberhofer Sportgymnasiums und bei der Fachhochschule Erfurt der Fall. Bei aktuell laufenden Neubaumaßnahmen werden bereits Flächen für die zukünftige Nutzung als Standort für Photovoltaikanlagen
Autor: admin am 7. Sep 2010 05:22, Rubrik: Aktuelle News, Solarenergie,
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