Mehr Solarausbau als geplant
Die Energiewende scheint für den Verbraucher in Deutschland letztendlich doch noch einmal sehr viel teurer zu werden als bisher erwartet. Besonders das rasante Wachstum der Solarmodule auf den deutschen Dächern und in den Solarparks trägt dazu bei, dass die Stromrechnungen in den nächsten Monaten und Jahren noch einmal drastisch höher ausfallen könnten. Schürt ein solch hohes Maß an Kostenaufschlägen nicht eigentlich einen Unmut gegen die Energiewende, die doch eigentlich nur Gutes mit sich bringen soll und am Ende der Umwelt hilft, wovon schließlich selbst noch die kommenden Generationen profitieren können?
Inzwischen ist Vielen jedoch herzlich egal, was mit folgenden Generationen passiert, wenn sie die eigene Stromrechnung nicht mehr bezahlen können. In den nächsten Jahren stehen den Verbrauchern neue Milliardenkosten im zweistelligen Bereich ins Haus. Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres wurde nämlich die Leistung von Solarmodulen von insgesamt neuen 4372 Megawatt erreicht, die das Ausbauziel der Bundesregierung für das Gesamtjahr von 3500 Megawatt bereits deutlich übertroffen haben.
Leiden müssen darunter am Ende die Verbraucher, denn die Netzbetreiber müssen den Solarstrom zu einem gesetzlich festgelegten Tarif kaufen und dann vorrangig ins Netz einspeisen. Die Differenz zum Börsenwert des Stroms wird dann den Verbrauchern auf ihre Stromrechnung aufgeschlagen. Dieses System nennt sich EEG Umlage und wird von keinem Stromzahler mehr gerne gesehen. Wenn sich an diesem Konzept nicht bald etwas ändert, dann gehen in Deutschland vielleicht irgendwann die Menschen nicht mehr gegen die Atomkraft sondern gegen die Energiewende auf die Straße.
Autor: admin am 3. Aug 2012 12:00, Rubrik: Aktuelle News, Energiewende, Solarenergie,
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