Industrie lehnt eine Verkürzung der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke ab
Atomausstieg versus Laufzeitverlängerung Atomkraftwerke
Die Debatte um den geplanten Atomausstieg und eine eventuelle Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke um einige Jahre findet längst nicht nur in der Regierung selbst statt. Während Angela Merkel entschieden am geplanten Atomausstieg festhält und sich besonders Bundesumweltminister Norbert Röttgen in seiner Funktion als Umweltminister als „grüner“ CDUler profiliert hat, macht die Industrie immer mehr gegen den geplanten, vorzeitigen Atomausstieg mobil.
So sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) der ARD, Werner Schnappauf, dass die geplante „künstliche Verkürzung der Laufzeiten“ unbedingt wieder zurückgenommen werden müsse. Alleiniger Maßstab für den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke sollte deren Sicherheit sein. Um der Industrie wettbewerbsfähige Preise zu sichern, sei die Atomenergie unabdingbar. Schnappauf sagte dazu: „Wir brauchen eine sichere Energie, sie muss klimafreundlich sein und sie muss bezahlbar bleiben.“ Um dies zu erreichen, stellt sich Schnappauf ein „integriertes Energiekonzept“ von erneuerbaren Energien und Atomkraft vor.
Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist für viele Unternehmen mit erheblichen Kosten verbunden. Schnappauf: „Man kann in keiner Weise von einer Drohung sprechen, sondern es ist etwas ganz Normales passiert, was auch jede Familie tun würde: Wenn droht, ein Teil des Familieneinkommens wegzubrechen, dann muss man darüber reden, ob man die Ausgaben auch reduzieren kann.“
Autor: admin am 21. Aug 2010 08:48, Rubrik: Aktuelle News, Atomenergie,
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Ist ja auch kein Wunder, weil mit alten Atomkraftwerken mehr Geld zu verdienen ist, als mit erneuerbarer Energie, wo vielleicht noch Geld für die Forschung ausgegeben werden muss.
Die Industrie ist doch ihren Aktionären mehr verpflichtet als der Umwelt.