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Kongo und Südafrika planen weltgrößtes Wasserwerk

Ab Oktober 2015 soll in Inga, im Westen des Kongo, das größte Wasserkraftwerk weltweit entstehen. Darauf einigten sich am Wochenende die Demokratische Republik Kongo und ihr Vertragspartner Südafrika bei einem Treffen in Paris. Das Kraftwerk soll in mehreren Phasen errichtet werden und eine Nennleistung von 40.000 MW (Megawatt) erreichen. Schon nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts soll es 4.800 Megawatt liefern. Das Wasserwerk könnte somit die Hälfte des afrikanischen Kontinents zukünftig mit Energie versorgen. Südafrika wird laut Vereinbarung 2.500 MW kaufen und voraussichtlich Hauptabnehmer des entstehenden Stroms sein.

Der gigantische Staudamm am Kongofluss ist damit fast doppelt so groß wie das bisher größte Wasserkraftwerk der Erde, das 2008 fertig gestellte Drei-Schluchten-Kraftwerk am Jangtsekian in China.

Die Vorüberlegungen für das Inga-Projekt keimten bereits in den 70er Jahren auf. 2012 schlossen Kongo und Südafrika einen Vertrag über gemeinsame Studien zur Durchführbarkeit der Bauvorhaben. Anfang März vereinbarten sie dann eine Zusammenarbeit im Energiesektor. „Den Traum gibt es schon seit 40 Jahren, jetzt wird Grand Inga Wirklichkeit“, heißt es in einer Mitteilung. Die Kosten dieses Traums betragen Schätzungen zufolge ca. 80 Milliarden US-Dollar (62 Milliarden EUR). Für die Ausführungen des Projekts soll es bereits Bewerber aus China, Korea, Kanada und Spanien geben.

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