Erneuerbare Energie Nachrichten

Innovative Projekte im Bereich der Erneuerbaren: EU vergibt eine Milliarde Euro an Förderung

Innovative Konzepte sind meist teuer und risikoreich. Zudem ist unklar, ob die Innovationen jemals erfolgreich am Markt platziert werden können und ausreichende Renditen erwirtschaften. Gerade in jungen und innovationsorientierten Branchen, wie die der erneuerbaren Energien, ist es daher wichtig das risikoreiche Projekte zumindest soweit über Förderungen finanziert werden, dass die Entwickler keine enormen Verluste erleiden, falls das Projekt scheitert. Eine der wichtigsten Quellen in diesem Zusammenhang ist die Europäische Kommission. Vielfältige europäische Programme fördern vor allem die erneuerbaren Energien. Erst jüngst hat die Kommission eine Investition von einer Milliarde Euro in neuartige Projekte der Branche beschlossen. Darunter allerdings auch umstrittene Technologien.

Förderung für 19 Pilotprojekte in zwölf Ländern

Die Fördermittel wurden unter 19 Pilotprojekten in zwölf EU-Ländern verteilt. Darunter ein innovatives Geothermiekraftwerk bei Straßburg, welches aus der Erdwärme in vier bis fünf Kilometern Tiefe Strom produziert. Zudem wird ein Projekt gefördert, in welchem die Energie von Wellen genutzt wird. Dazu wurde eine Pilotanlage vor der irischen Küste errichtet. Da sich die EU in ihrer Förderpolitik nicht ausschließlich auf Technologien bezieht, sondern vor allem den Klima- und Umweltschutz als Hauptziel verfolgt, werden auch umstrittene Techniken durch die Fördermittel finanziert. So beispielsweise die Methode „Carbon Capture and Storage (CCS)“ die zwar Kohlenstoffdioxid Emissionen reduziert, allerdings befürchten Kritiker, dass die Methode zu Erdbeben oder Erdrutschen führen könnte. Beim CCS wird das Kohlenstoffdioxid aus fossilen Kraftwerken aufgefangen und durch eine Pipeline zu einem Speicher unter einem Ozean geleitet. Bei der Förderung der EU wird daher auch ein Kohlekraftwerk in Großbritannien subventioniert, da dieses die Kohlenstoffdioxid Emissionen, in etwa 1,8 Millionen Tonnen jährlich, durch CCS abfängt. Laut der Kommission stammen die Fördermittel aus dem Emissionshandel. Künftig sollen noch etwa 900 Millionen Euro an privaten Mittel mobilisiert werden, sodass ein Finanzvolumen von etwa 2 Milliarden zur Verfügung steht.

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Autor: Daniel Reissmann am 10. Jul 2014 15:17, Rubrik: Aktuelle News, Energiewende,
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