Großes Loch in Finanzierung der Energiewende
Was die Finanzierung der Energiewende angeht, scheint sich die Bundesregierung ein wenig verschätzt zu haben. Dass die Wende an sich und der Atomausstieg relativ schnell beschlossen wurden, war bereits Grund zur Verwunderung, doch nun stellt sich heraus, dass auch die Geldfrage etwas überstürzt abgehandelt worden sein muss, denn inzwischen klafft bei der Finanzierung ein Loch von rund vier Milliarden Euro. Grund hierfür ist unter anderem, dass die Regierung mit Einnahmen aus dem Handel mit CO2 Verschmutzungsrechten gerechnet hatte, die nun aber wegfallen.
Die Kosten für die Energiewende beziehen sich nicht nur allein auf den Ausbau und die Förderung der erneuerbaren Energien sondern auch auf den Ausbau der Elektromobilität und die Speicherforschung, denn schließlich geht es hierbei nicht nur allein um die Versorgung mit Energie sondern auch darum, wie es am besten zu schaffen ist, dass Deutschland energieeffizienter lebt. Hierzu gehören beispielsweise Sanierungen von Häusern und die Entwicklung neuer Technologien. Eine langfristige Finanzierungsplanung ist also dringend von Nöten.
Aus diesem Grund beschloss man, die Einnahmen aus dem Verkauf von CO2 Zertifikaten in Projekte der Energiewende fließen zu lassen. Hierzu gründete man einen Energie- und Klimafonds. Doch der Handel klappte nicht so wie vorhergesehen. Zu viele Gratisscheine zum CO2 Ausstoß wurden verteilt und manche Betreiber kamen so um Zahlungen herum und die Kalkulation der Regierung stimmte bald hinten und vorne nicht mehr, so dass ihr inzwischen insgesamt 4 Milliarden Euro fehlen. Nun bleibt abzuwarten, wie dieses Problem gelöst wird und wie viel davon am Ende wieder an den Verbrauchern hängen bleiben wird.
Autor: admin am 10. Jul 2012 16:13, Rubrik: Aktuelle News, Energiewende,
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