Energiesparhäuser – durch niedrigen Primärenergiebedarf sparen
Als Primärenergiebedarf wird beim Energiesparhaus der Bedarf an Energie bezeichnet, der pro Quadratmeter über ein Kalenderjahr neu zugeführt werden muss. Er darf bei der Klassifizierung als Energiesparhäuser den Wert von siebzig Kilowattstunden nicht überschreiten. Die Zufuhr an Heizenergie muss immer den Verlust ausgleichen, der beim Transport der Energie, deren Verteilung und Bereitstellung entsteht. Hinzu kommen die Verluste, die durch Fluktuationen zustande kommen.
Deshalb besteht beim Energiesparhaus die Zielstellung hauptsächlich darin, sie so zu bauen, dass die Verluste möglichst gering gehalten werden können. Das bedeutet in der Praxis, dass Gewerbebauten und Wohnbauten, also vom fertighaus bis zum Massivhaus jedes Gebäude eine perfekte Isolierung erhalten muss. Hier wäre es fatal, nur die Außenwände und das Dach im Auge zu behalten. Fast alle Energiesparhäuser besitzen auch eine besonders gut isolierte Bodenplatte sowie Fenster und Eingangstüren mit dreifacher Verglasung. Ist der Dachboden beim Massivhaus und Fertighaus nicht zu Wohnzwecken ausgebaut worden, bestückt man den Fußboden der Dachbereiche der Energiesparhäuser mit speziellen Spanplatten, auf deren Unterseite dickes Styropor aufgebracht ist. Sie sind einerseits trittfest und besitzen andererseits hohe Isolationswerte.
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Eine weitere Chance, in einem Energiesparhaus möglichst wenig Primärenergie einsetzen zu müssen, besteht darin, dass die einmal zugeführte Energie gleich mehrfach genutzt wird. So wird die zuzuführende kalte Frischluft in speziellen Rohrsystemen von der Abluft vorgewärmt. Dabei kommen Frischluft und Abluft nicht in unmittelbaren Kontakt, sondern man arbeitet mit Wärmetauschern. Natürlich läuft auch das Abwasser nicht heiß in die Kanalisation. Getrennte Kreisläufe mit Wärmetauschern sorgen dafür, dass die Energie abgezogen und entweder dem Warmwasserkessel oder dem Rücklauf der Heizung zugeführt wird.
Autor: admin am 7. Apr 2010 12:47, Rubrik: Energiespartipps,
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