Archiv der Kategorie ‘Fossile Energieträger‘
Etwa drei Monate nach der verheerenden Explosion auf der Ölplattform Deep Horizon im Golf von Mexiko ist das Ausmaß der Kosten, die dadurch auf BP zukommen werden, immer noch nicht abzusehen – es ist durchaus wahrscheinlich, dass diese sogar in den dreistelligen Milliardenbereich gehen. Mindestens genauso verheerend wie der finanzielle Schaden dürfte allerdings der Imageschaden sein, der BP durch die Katastrophe entstanden ist und weiterhin entsteht. Seit Beginn des Unglücks zeigt sich das Krisenmanagement der PR-Abteilung komplett überfordert mit den ständigen Rückschlägen des Ölmultis im Kampf gegen die Ölpest – vor allem angesichts der fragwürdigen Methoden BP’s zur Bekämpfung des Ölteppichs, die unter anderem den großflächigen Einsatz von Chemikalien und das offene Verbrennen von Öl auf dem Ozean beinhalten. Den ganzen Beitrag lesen »
Als im April die Bohrplattform Deepwater Horizon des Betreibers Transocean in Brand geriet, explodierte und sank, war selbst den Managern des verantwortlichen Ölkonzerns BP schnell klar, dass sich das Szenario wahrscheinlich zur schwersten Umweltkatastrophe in der Geschichte der Ölförderung und seit der Havarie der Exxon Valdez 1989 auswachsen würde.
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Die provisorische Absaugvorrichtung, die am 16. Juli über das Bohrloch im Golf von Mexiko gestülpt wurde, scheint zu halten. Doch obwohl derzeit zum ersten Mal seit Monaten kein weiteres Öl aus dem Leck strömt, kann immer noch keine Entwarnung gegeben werden. BP wird von der US-Regierung dazu angehalten, den Meeresboden über dem Ölfeld weiterhin genau zu beobachten. Den ganzen Beitrag lesen »
Knapp 9 Wochen nach der Explosion auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ des britischen Ölkonzerns BP, dringt das aus dem lecken Bohrloch austretende Öl immer weiter vor. Jetzt hat es offensichtlich bereits die Küsten des US-Bundesstaates Mississippi erreicht. Der Kampf gegen das sich ausbreitende Öl nimmt so immer größere Ausmaße an und verschlingt mittlerweile täglich über 100 Millionen US-Dollar. Insgesamt hat BP bisher 2,65 Milliarden US-Dollar für die Säuberung der Strände und Schadensersatzzahlungen ausgegeben.
Zumindest eine gute Nachricht lässt sich vom Golf von Mexiko jedoch vermelden. Die Befürchtung, dass der Tropensturm „Alex“ die Arbeiten zur Eindämmung der Ölpest behindern oder sogar ganz zum Erliegen kommen lassen könnte, scheint sich nicht zu bestätigen. Dieser zog in sicherem Abstand zum betroffenen Gebiet über das Meer nach Mexiko. Dass der Sturm kurzfristig noch die Richtung ändert, kann allerdings nicht ganz ausgeschlossen werden. Den ganzen Beitrag lesen »
Nach dem herben Rückschlag im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko, gibt es jetzt wieder Positives zu vermelden. Der Ölauffangtrichter an dem lecken Bohrloch, der nach einem Zusammenstoß mit einem Unterwasserroboter über mehrere Stunden entfernt werden musste, konnte wieder erfolgreich installiert werden. Über einige Stunden hinweg konnte das Öl jedoch wieder ungehindert in den Golf von Mexiko fließen.
Pro Tag fängt der Trichter rund 25.000 Barrel Öl (etwa 4 Millionen Liter) ab, die dann in Frachter an der Meeresoberfläche gepumpt werden. Dennoch fließt der größte Teil des austretenden Öls weiterhin ins Meer. Durch die immensen Ölmengen, die frei ins Meer gelangen können, steht nicht nur die Existenz von Fischern und von der Tourismusbranche auf dem Spiel, sondern auch das empfindliche Ökosystem rund um den Golf von Mexiko wird nachhaltig geschädigt. Schon jetzt sorgt das, nach dem Sinken der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ des britischen Konzerns BP, entstandene Leck für die größte Umweltkatastrophe in der US-Geschichte. Bis das Leck endgültig gestopft werden kann werden noch Monate vergehen und viele weitere Millionen Liter Öl ins Meer fließen. Den ganzen Beitrag lesen »
Während die Weltöffentlichkeit bisher hauptsächlich auf die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko fokussiert ist, gab es im Roten Meer bereits den nächsten Ölunfall. Bereits seit letzter Woche tritt aus einer Bohrplattform im Roten Meer, direkt vor der Küste des ägyptischen Badeortes Hurghada ungehindert Öl aus. Gefahr sieht die Vereinigung zum Umweltschutz in Hurghada (HEPCA) besonders für die vom Tourismus noch unerschlossenen und oft gänzlich unberührten Inseln im Roten Meer. Dort könnten nun etliche Tiere dem Öl zum Opfer fallen.
Die Verschmutzung der Urlaubsstrände hält sich offenbar noch in Grenzen. Innerhalb weniger Tage sollen diese nach Angaben der Regierung wieder gereinigt sein. Den ganzen Beitrag lesen »

Diskussion über Brennelementesteuer setzt sich fort – Merkel zeigt sich entschlossen und beharrt vor den AKW- Betreibern auf der Steuer
Nachdem sich Angela Merkel mit den Chefs von E.on, RWE, Vattenfall und EnBW im Kanzleramt zu einem Gespräch über die geplante Einführung einer Brennelementesteuer getroffen hatte, bleibt die Lage zwischen Regierung und Industrie offensichtlich weiter angespannt. Die Regierung ließ lediglich verlautbaren: „Es handelte sich um einen umfassenden Meinungsaustausch, bei dem auch strittige Themen erörtert wurden.“ Auch ein juristisches Vorgehen der Energieriesen, für die die geplante Steuer hunderte Millionen Euro Gewinneinbußen bedeutet, ist nicht auszuschließen. So sagte Vattenfall Europe-Chef Tuomo Hatakka: „Wenn es dabei bleibt, müsste geprüft werden, ob das juristisch haltbar ist.“
Insgesamt 2,3 Milliarden Euro jährlich sollen durch die Brennelementesteuer in die Staatskassen fließen. Begründet wird das Einführen der Steuer mit den zusätzlichen Gewinnen der AKW-Betreiber, die durch die geplante Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken entstehen. Die Laufzeitverlängerung ist Teil des Energiekonzepts der CDU, das auf einen Mix aus Atomkraft und regenerativen Energien setzt. Den ganzen Beitrag lesen »
Während die Schätzungen des austretenden Öls aus dem Bohrloch im Golf von Mexiko ständig nach oben korrigiert werden, wappnet sich BP für Folgekosten der größten Umweltkatastrophe der US-Geschichte von bis zu 50 Milliarden Dollar.
In einem Dokument des Ölkonzerns BP, dessen Bohrinsel „Deepwater Horizon“ vor 2 Monaten im Golf von Mexiko gesunken ist, heißt es sogar, dass im schlimmsten Fall mit einer austretenden Ölmenge von täglich 100.000 Barrel (15,9 Millionen Liter) gerechnet werden müsste. Seit dem Unglück könnten so bereits bis zu einer Milliarde Liter Öl ins Meer gelangt sein. BP betonte jedoch, dass diese Schätzung lediglich im Falle eines Fehlens des Absperr-Ventils am Bohrloch Relevanz hätte, was jedoch nicht der Fall sei. Den ganzen Beitrag lesen »
So engagiert US-Präsident Barack Obama noch letzte Woche direkt aus dem Oval Office, dem Machtzentrum des Präsidenten, von einer möglichen Energiewende sprach, umso desillusionierter wird er jetzt feststellen müssen, dass ihn die Realität schon längst wieder eingeholt hat.
So sind viele amerikanische Ölfirmen aufgebracht über den von der Regierung verhängten 6-monatigen Ölbohrstopp im Golf von Mexiko und haben beim Bundesgerichtshof in New Orleans (Louisiana) Klage eingereicht. Wie der Anwalt der Firmen, Carl Rosenblum, verdeutlichte, schadet der Bohrstopp der Ölindustrie, die gerade in der Golfregion ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, ungemein. Die „unkontrollierte Machtbefugnis der Regierung“ bestrafe so kollektiv die gesamte Ölindustrie und schädige die Golfregion „jeden Tag“. Das Gericht hat nach kurzer Beratung nun eine Aufhebung des Ölbohrstopps angeordnet. Das Weiße Haus kündigte kurz darauf an gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen. Den ganzen Beitrag lesen »
Erstmals sprach US-Präsident Obama direkt aus dem Oval Office, dem Büro des Präsidenten im Weißen Haus und dem Zentrum der Macht, zum amerikanischen Volk. Eine symbolträchtige Umgebung, die zum einen die ernste Krise, in die die USA durch die Explosion der Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ vor 8 Wochen im Golf von Mexiko gestürzt worden ist, verdeutlichen soll. Bereits andere Präsidenten wählten das Oval Office, wenn sie über ernst zu nehmende Katastrophen und Ausnahmesituationen sprachen. Zum anderen versucht sich Obama durch diese gekonnte Selbstinszenierung als ein Präsident darzustellen, der sich der Situation voll und ganz im Klaren ist und der die Lage unter Kontrolle hat. So will er sicherlich die in den letzten Wochen lautgewordenen Vorwürfe, dass er die Lage nicht ernst genug nehmen und ein überaus schlechtes Krisenmanagement zeigen würde, entkräften.
Im ersten Teil seiner Rede prangerte Obama – wie schon verstärkt in den Wochen zuvor – besonders BP an und unterstrich deren Schuld an der Katastrophe. Er zeigte sich allgemein kämpferisch und sprach etwa davon „die Schlacht gegen das Öl zu gewinnen, das unsere Küsten und unsere Bürger angreift.“ BP soll unterdessen einen Hilfsfond von 20 Milliarden Euro einrichten, um damit die Anwohner in den betreffenden Gebieten zu entschädigen.
Im zweiten Teil seiner Rede wich Obama von der aktuellen Ölkrise ab und nutzte die Situation, um über die amerikanische Energiepolitik zu sprechen. Er wies darauf hin, dass das Öl die USA schon viel zu lange im Würgegriff hat und meinte, „dass die Zeit, eine saubere Energiezukunft anzugehen, jetzt ist“. Genauere Angabe wie diese Wende in der Energiepolitik erreicht werden kann, machte er jedoch nicht. Sicher ist schon jetzt, dass das Verhalten des US-Präsidenten in den nächsten Wochen entscheidend für den Ausgang der nächsten Wahlen sein wird.