BayWa übernimmt RES Biomethan und steigt damit in Biomethanhandel ein
Der Agrarhandelskonzern BayWa baut sein Geschäft mit erneuerbaren Energien weiter aus und steigt jetzt mit der Übernahme von RES Biomethan, was bislang zur bmp greengas GmbH gehörte, in den Biomethanhandel ein. RES Biomethan soll zu einer Handelsplattform für Biomethan umgebaut werden. Biomethan wird beispielsweise als Brennstoff für die Strom und Wärmeerzeugung genutzt und teilweise dem Erdgas beigemischt. Bereits im März hatte der Konzern klar gemacht in der Zukunft verstärkt in regenerative Energien investieren zu wollen. Klaus Josef Lutz, Vorstandschef von BayWa sagte dazu: „Im Green-Energy-Bereich wollen wir einer der Marktführer werden.“ Roland Schuler, BayWa Energie-Vorstand und Geschäftsführer der BayWa r.e, einer Tochter der BayWa AG, ergänzte: „Mit dem Kauf des Biomethanhändlers schließt die BayWa r.e die letzte Lücke im Wertschöpfungsprozess von Biogas.“ Den ganzen Beitrag lesen »
Dass sich der Boom von Biodiesel, Bioethanol und anderen Treibstoffen aus Biomasse negativ auf den Weltmarkt für Nahrungsmittel ausgewirkt hatte – namentlich auf die Preise für Mais und Weizen, wurde spätestens zur internationalen Mediendebatte, als sich die indigene Bevölkerung Mexikos und anderer Staaten in Mittel- und Südamerika ihr täglich Maisbrot nicht mehr leisten konnte.
Ist Treibstoff aus Biomasse eine Alternative?
Schnell wurde aus dem Thema Energie aus Biomasse ein umstrittenes Sujet, nicht zuletzt weil Länder wie beispielsweise Indonesien weite Teile ihrer Regenwälder abholzten, um im großen Maßstab Palmöl-Plantagen anzulegen, damit die steigende Nachfrage auf dem Weltmarkt befriedigt werden konnte; als sich dann zudem zeigte, dass der Biodiesel oft besonders aggressiv ätzend ist und damit betriebene Motoren schnell angreift, was wiederum die Laufzeit teilweise stark verkürzt, konnte die Öl- und Auto-Industrie das Thema Biotreibstoff auch öffentlich wirksam für unrentabel, unrealistisch, lächerlich erklären: Es gäbe einfach keine sinnvolle Alternative zu fossilem Öl.
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Geschrieben von Timo Essner, 5. Mrz 2010, Rubrik: Bioenergie, Kommentare schreiben
Sieht so das Rezept für den Energieträger der Zukunft aus? Forschern der FH Gießen-Friedberg ist es gelungen aus naturbelassenen Bioabfällen zusammen mit Wasser und Zitronensäure unter hohem Druck eine Primärenergieträger-fähige Biokohle herzustellen, die vom Brennwert zwischen den bekannten fossilen Brennstoffen Stein- und Braunkohle liegt.
Das Verfahren ist ein Art der hydrothermalen Carbonisierung und liefert aus einer Tonne Biomasse rund 700 Kg Biokohle. Die aufzubringende Energie ist dabei verschwindend gering gegenübe dem Nutzbrennwert.
Unschlagbare Vorteile der neuen Kohle sind, dass beim Verbrennen nur die Menge CO2 freigesetzt werden, die die Pflanzen zu Lebzeiten aufgenommen haben. Im Gegensatz zu Braun- und Steinkohle wird also kein zusätzliches, fossiles CO2 ausgestoßen, was die Biokohle klimaneutral macht. Den ganzen Beitrag lesen »