Archiv der Kategorie ‘Atomenergie‘
Mit insgesamt 513 Ja-Stimmen, 79 Nein-Stimmen und 8 Enthaltungen wurden die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Änderungen des Atomgesetzes vom Bundestag zugestimmt. Insgesamt haben im Bundestag drei Beratungen stattgefunden, bereits nach der zweiten Lesung wurde der Entwurf von FDP, SPD, CDU/CSU und den Grünen votiert. Die Linken hingegen stimmten gegen den Entwurf. Den ganzen Beitrag lesen »
Die Aktionäre kritisieren vor allem wie der japanische Stromversorger Tepco mit dem Unfall in Fukushima umgegangen ist. Die Folgen für Mensch und Umwelt sind katastrophal, hier hätte Tepco anderes Verhalten zeigen müssen! Das ganze Dilemma zeigt sich auch im Aktienkurs des Unternehmens. Stand die Aktien vor dem Atomunfall noch bei 18,50 Euro steht sie jetzt noch bei 2,80 Euro. Den Tiefkurs hatte die Aktie bei 1,69 Euro erreicht. Den ganzen Beitrag lesen »
In Deutschland hat man sich für den Atomausstieg bis zum Jahr 2022 entschlossen, in Frankreich hingegen sieht die Lage hingegen völlig anders aus. Staatspräsident Sarkozy gab nun bekannt, dass seine Regierung 1 Milliarde Euro in die Kernenergie investieren wird. Auch der Neubau von Atomkraftwerken ist geplant. Den ganzen Beitrag lesen »

Kernkraftwerk Philippsburg
Die EnBW Energie Baden Württemberg AG hat letzte Woche am 17. Juni 2011 bekannt gegeben, dass die Atomkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg 1 nach dem Ablauf des Moratoriums vorerst nicht wieder angefahren werden. Zumindest erst einmal so lange nicht bis die Änderungen im Atomgesetz beschlossen wurden.
Atomkraft Moratorium
Im Herbst 2010 wurde von der schwarz-gelben Koalition die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke beschlossen. Nach der Atomkraftkatastrophe in Fukushima hat Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Verlängerung ausgesetzt. Die Entscheidung für die Laufzeitverlängerung wurde also für 3 Monate außer Kraft gesetzt (Moratorium).
Das die Kernkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg vorerst nicht wieder angefahren werden, wurde im Vorfeld vom EnBW Vorstand und vom Aufsichtsrat ausgiebig diskutiert. Man hat sich für den Erhalt von Kundenbeziehungen und der Akzeptanz in der Bevölkerung entschieden. Auf den wirtschaftlichen Gewinn den die Kernkraftwerke in diesem Zeitraum generieren würden verzichtet man. Den ganzen Beitrag lesen »
Das Treffen findet bei der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in Wien statt. Teilnehmen werden Vertreter aus den Regierungen, u.a. auch der Chef des umstrittenen iranischen Atomprogramms Fereydoun Abbasi-Davani. Die Ministerkonferenz ist für den Zeitraum vom 20. bis 24. Juni ausgelegt. In dieser Zeit sollen über die Lehren aus der Kernenergiekatastrophe von Fukushima beraten werden. Die Katastrophe in Fukushima wurde ausgelöst durch das Auftreten von Erbeben und eines Tsunamis. Diese Fakten möchte man diskutieren und versuchen aus den Lehren die nukleare Sicherheit auf der Welt zu verbessern.
Seit 13.30 läuft die Pressekonferenz des IAEA Chefs Yukia Amano. Er fordert, dass Atomkraftwerke besser überwacht werden, also die Transparenz erhöht wird. Auf der Internetseite der IAEA ist zu lesen, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Atomenergie stark erschüttert ist.
Das bisherige Problem bei der Frage um die Sicherheit von Atomkraftwerken ist, dass internationale Abmachungen für kein Land bindend sind. Vielleicht würd sich hier in Zukunft etwas ändern.
3 Monate nach dem verheerenden Erbeben vor Japans Küste, das nicht nur einen gewaltigen Tsunami auslöste, der Tausenden Menschen das Leben kostete, sondern auch zu einer der schwersten (vielleicht sogar zu der schwersten) Atomkatastrophe aller Zeiten führte, versammeln sich Tausende Japaner, um gegen die Atomkraft im Land zu protestieren. Vor dem Firmensitz des Kraftwerksbetreibers Tepco demonstrierten die Menschen gegen die Atompolitik der Regierung und gegen den Kraftwerksbetreiber selbst. Den ganzen Beitrag lesen »
Am Donnerstag stand Angela Merkel vor der schwierigen Aufgabe ihre Kehrtwende in Sachen Atompolitik vor dem Bundestag zu erklären. Dies gelingt ihr nur zum Teil, zu plötzlich wirkt der bis 2022 beschlossene Atomausstieg, den Union und FDP noch wenige Monate zuvor mittels Laufzeitverlängerungen hinauszögern wollten.
Erwartungsgemäß stellt Merkel die Atomkatastrophe um das japanische Atomkraftwerk Fukushima als tiefen Einschnitt in das Verhältnis zur Sicherheit und Beherrschbarkeit der Atomkraft dar. So meinte Merkel die Ereignisse seien auch „ein Einschnitt für mich ganz persönlich“. Was vorher noch als Restrisiko in Kauf genommen wurde, scheint jetzt nicht mehr tragbar. Merkel gibt zu, dass Fukushima ihre Sichtweise auf die Atomkraft verändert und zu einer neuen Risikoeinschätzung geführt habe. Der Atomausstieg bis 2022 sei daher die einzig logische Konsequenz aus den Geschehnissen. Den ganzen Beitrag lesen »
Jetzt ist es also endgültig beschlossene Sache: Der Atomausstieg kommt, spätestens 2022 soll das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz genommen werden. Darauf einigten sich Union und FDP nach zähen, fast 13 Stunden andauernden Verhandlungen. Geplant ist, dass die derzeit 17 deutschen Atomkraftwerke bereits 2021 abgeschaltet werden, sollte die Energiewende allerdings nicht so schnell vorangehen, dann sollen 3 Atomkraftwerke noch bis 2022 weiterlaufen dürfen. Die 7 ältesten Meiler, die im Zuge des nach der Atomkatastrophe an dem japanischen Kraftwerk Fukushima beschlossenen Moratoriums vom Netz genommen wurden, sollen nie wieder in Betrieb genommen werden. Beschlossene Sache ist es, dass 8 der 17 deutschen Atomkraftwerke sofort abgeschaltet werden, diskutiert wird derzeit allerdings noch die Möglichkeit eines sogenannten „Stand By“ AKWs, das bei akuter Stromknappheit vorübergehend wieder in Betrieb genommen werden könnte. In der Diskussion befinden sich derzeit die Meiler Philippsburg I und Biblis B als mögliche „Stand By“ Akws. Die von der Bundesregierung beschlossene Brennelementesteuer soll auch weiterhin bestehen bleiben. Den ganzen Beitrag lesen »
Die jüngsten Geschehnisse im japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben nicht nur in Deutschland ihre Spuren hinterlassen. Auch in der bislang sehr atomfreundlich gesinnten Schweiz regt sich in den vergangenen Monaten mehr und mehr der Widerstand. Eine Demonstration von rund 20.000 Menschen im Kanton Aargau – die größte Anti-Atomkraftkundgebung in der Schweiz seit Tschernobyl – macht deutlich, dass auch hier die Stimmung gekippt zu sein scheint.
Jetzt hat sich auch die Schweizer Regierung dazu durchgerungen von der Atomkraft Abschied zu nehmen. Bei einer durchschnittlichen Betriebsdauer von 50 Jahren soll das letzte der 5 Schweizer Atomkraftwerke 2034 vom Netz gehen. Das erste bereits 2019. Ein konkretes Ausstiegsdatum gab die Regierung allerdings nicht bekannt. Es gehe vielmehr darum die Atomkraft Schritt für Schritt durch regenerative Energien zu ersetzen ohne eine Stromknappheit zu riskieren. Die Schweiz deckt aktuell rund 40 Prozent ihrer Energieversorgung mit Atomstrom. Ein Großteil des Schweizer Strombedarfs wird zudem durch Wasserkraft abgedeckt, welche in Zukunft noch weiter ausgebaut werden soll. Aber auch andere regenerative Energien sollen verstärkt gefördert werden.
Kritik an dem Vorhaben gab es vor allem aus Wirtschaftskreisen, die eine Stromknappheit befürchtet und vor einem Rückgang des Bruttoinlandproduktes warnt. Den Schweizer Grünen und Sozialdemokraten geht der Ausstieg dagegen nicht schnell genug. Die Grünen streben einen kompletten Ausstieg aus der Atomkraft bereits bis 2029 an und sind im Notfall auch bereit eine entsprechende Volksinitiative zu starten.
Dass der Atomausstieg kommen wird, ist unter CDU, CSU und FDP eigentlich schon beschlossene Sache. Bereits seit der umstrittenen Entscheidung die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern, bröckelte der Rückhalt in der Bevölkerung und die Antiatomkraftbewegung erlebte einen zweiten Frühling. Die Katastrophe bei dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima versetzte den einstig vehementen Atomkraftbefürwortern dann endgültig den Todesstoß. Eine Regierungsbildung scheint unter der Fahne der Atomkraft nicht mehr möglich zu sein. Im Kampf um Wählerstimmen haben sich folglich auch CDU, CSU und FDP dazu durchgerungen sich von der Atomkraft zu verabschieden und stattdessen verstärkt die regenerativen Energien zu fördern. Den ganzen Beitrag lesen »