Berliner Stromhändler Ampere AG verklagt den zweitgrößten deutschen Stromkonzern RWE
Der Berliner Stromhändler Ampere AG hat eine Musterklage gegen den Stromriesen RWE eingereicht. Hintergrund der Auseinandersetzungen sind die sehr hohen Nachzahlungen, die der RWE Konzern an seine Kunden, aufgrund der höheren Kosten durch erneuerbare Energien, weiter reicht. Gesetzlich ist es in dem Erneuerbaren Energie Gesetz zwar so geregelt, dass die durch regenerative Energien entstehenden Zusatzkosten erst nachträglich an die Kunden weitergeleitet werden, allerdings haben die wenigsten mit einer derartigen Kostenwelle gerechnet. So kommen auf manche Unternehmen teilweise Nachzahlungsforderungen in sechsstelliger Höhe zu.
Diese Forderungen seien in manchen Fällen auch überhaupt nicht berechtigt, so die Ampere AG. Ampere Vorstand Dietmar Polster sagte in diesem Zusammenhang: „RWE rechnet Kunden systematisch falsch ab“.
Wichtiger Eckpunkt des Streits ist Paragraph 54 des Erneuerbaren Energie Gesetzes. Dort heißt es: „Alle Elektrizitätsunternehmen, die Differenzkosten anzeigen, müssen diese für das Vorjahr gegenüber Letztverbrauchern spätestens bis zum 30. November des folgenden Jahres abrechnen und dabei ihre tatsächlichen Strombezugskosten zugrunde legen.“ RWE habe jetzt allerdings teilweise Rechnungen verschickt, die Nachzahlungen für das Jahr 2008 verlangen.
Quellen:
http://www.sueddeutsche.de/geld/rwe-musterklage-giftgruene-rechnungen-1.968856
http://www.welt.de/wirtschaft/article8274103/Musterklage-gegen-RWE-wegen-Oekostrom-Umlage.html
http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/energie-berliner-stromhaendler-klagt-gegen-rwe_aid_526112.html
Bildquelle: Michael Grabscheit / pixelio.de
Autor: admin am 3. Jul 2010 07:32, Rubrik: Sonstiges,
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