Erneuerbare Energie Nachrichten

Angela Merkel fordert einen zusätzlichen Beitrag der Atomindustrie für den Ausbau der regenerativen Energien

Kanzlerin Angela Merkel fordert einen zusätzlichen Beitrag der Atomindustrie für den Ausbau der regenerativen Energien Im Streit um die Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke bleibt Angela Merkel weiter hart und bekräftigt ihren Standpunkt. Neben der geplanten Brennelementesteuer sollen die Atomkraftwerkbetreiber künftig noch einen zusätzlichen Beitrag zahlen, der ausschließlich den erneuerbaren Energien zu Gute kommt. Das sagte sie bei ihrem Besuch im Atomkraftwerk Lingen. Mit dem Eon-Chef Johannes Teyssen und dem Vorstandsvorsitzenden des Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, die sie in Lingen traf, kündigte Merkel weitere Gespräche an.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen dürfte mit den Worten der Kanzlerin überaus zufrieden sein, immerhin sprach er sich zuvor explizit für eine Zusatzbelastung der Atombranche zu Gunsten der regenerativen Energien aus. Röttgen sagte: „Von diesen Zusatzgewinnen möchten wir einen substantiellen Teil haben, um ihn für den Ausbau, die Erforschung der erneuerbaren Energien zu verwenden.“ Nach diversen Berechnungen, unter anderem des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, können Kernkraftwerkbetreiber mit Zusatzgewinnen von etwa 6 Milliarden Euro rechnen.

Begleitet wurde Merkels Besuch in Lingen von etwa 200 Atomkraftgegnern. Diese ließen schwarze und gelbe Luftballons in die Höhe steigen und sprachen sich klar gegen Atomkraftwerke als Brückentechnologie aus. So sagte Christoph Bautz, Sprecher der Initiative Campact: „Atomkraft ist keine Brückentechnologie für die erneuerbaren Energien, Atomkraft ist eine Blockadetechnologie.“



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